Bei Westfort Vleesproducten wartet man nicht ab. Als das Unternehmen 2023 beschloss, einen neuen Produktionsstandort aufzubauen, lag die Messlatte sofort hoch: vollständig automatisierte Produktion, Wiegen und Etikettieren pro Supermarktfiliale – und das alles innerhalb von vier Monaten betriebsbereit.
Für die meisten Organisationen wäre das ein Anlass, zunächst drei Lenkungsausschüsse einzurichten und ein Jahr lang zu diskutieren. Westfort entschied sich für einen anderen Weg. Gemeinsam mit der RBK Group wurde der Plan einfach umgesetzt.
Von der Ambition zur Realität in vier Monaten
Die Frage war klar: Wie richtet man eine Produktionsumgebung ein, die Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Präzision vereint?
Die Lösung begann mit einer soliden Basis. RBK arbeitet bereits seit 2018 mit Westfort über das ERP-System FOBIS®, das die Prozesse rund um Zerlegung, Verpackung und Logistik steuert. Doch wie das bei Unternehmen ist, die vorankommen wollen, war „gut“ schnell nicht mehr gut genug.
Neue Erkenntnisse aus Daten führten zu neuen Ambitionen: mehr Automatisierung, mehr Kontrolle, mehr Geschwindigkeit.
Der Plan nahm Gestalt an in einem neuen Standort in Oudewater, wo verarbeitete Produkte aus IJsselstein vollständig automatisiert verteilt, verpackt und etikettiert werden. Nicht generisch, sondern filialgenau – genau so, wie es der Einzelhandel verlangt.
Smarte Technologie als Beschleuniger
Das technische Rückgrat des neuen Standorts besteht aus vier hochmodernen Etikettier- und Sortierlinien. Das klingt vielleicht nach Standard-Industriesprache, doch die Umsetzung ist alles andere als gewöhnlich.
Mit der neuesten FOBIS PR-Applikation und einer intelligenten Anbindung an Bizerba-Auspreismaschinen wird der gesamte Prozess in Echtzeit gesteuert. Die Linien verfügen über mehrere Druckköpfe, die flexibel eingesetzt werden, sodass Produkte ohne Unterbrechung durch die Linie laufen. Darüber hinaus entwickelte RBK ein Filialplanungsmodul, das automatisch nach Supermärkten sortiert. Keine manuellen Zwischenschritte, keine Verzögerungen. Das Ergebnis ist genau das, was man erwartet: höhere Geschwindigkeit, weniger Fehler und ein Prozess, der auch unter Druck stabil bleibt.
Technologie allein baut keine Fabrik. Menschen schon.
Was dieses Projekt besonders macht, ist die Art der Zusammenarbeit zwischen Westfort und RBK. Es gab keinen Raum für lange Projektphasen oder endlose Iterationen. Die Deadline stand fest: Januar 2024. Das bedeutete Tempo, schnelle Entscheidungen und kontinuierliches Nachjustieren. Probleme wurden nicht analysiert, bis sie sich von selbst erledigten, sondern direkt gelöst. In der letzten Woche vor dem Go-live wurden noch mehrere Updates umgesetzt, um alles perfekt zum Laufen zu bringen. Das Ergebnis war ein Projekt, das eher an Spitzensport als an eine klassische Implementierung erinnerte.
Leistung unter Kontrolle
Der neue Produktionsstandort von Westfort zeigt, was möglich ist, wenn Ambition, Technologie und Zusammenarbeit zusammenkommen.
Schneller produzieren, intelligenter planen und fehlerfrei in großem Maßstab liefern ist keine Zukunftsvision mehr – es passiert jetzt. Für Westfort bedeutet das, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Neue Erkenntnisse führen zu neuen Optimierungen. Neue Technologien werden nicht als Risiko gesehen, sondern als Chance.
RBK übernimmt dabei eine Rolle, die über die eines reinen Lieferanten hinausgeht. Durch die Kombination aus Branchenkenntnis und technologischer Expertise entsteht eine Partnerschaft, in der Systeme nicht nur implementiert werden, sondern tatsächlich zu besseren Leistungen beitragen.
Und wie diese Zusammenarbeit zeigt: Mit dem richtigen Partner wird selbst ein Projekt mit einer nahezu unrealistischen Deadline einfach… machbar.
